Halleffekt


Der Halleffekt (gesprochen wie "hall" im Englischen) folgt unmittelbar aus der Wirkung eines Magnetfeldes auf bewegte elektrische Ladungen. Seine besondere Bedeutung besteht in den Messmöglichkeiten, die er bietet: Neben der Stärke von Magnetfelder kann man mit seiner Hilfe auch die Ladungsträgerdichte in Leitern oder deren Beweglichkeiten ermitteln.
Der Hall-Effekt kann an Metallen gezeigt werden, er ist dann aber sehr wenig auffällig. Deutlicher messbar ist er an Halbleitern. Auf eine Pertinax-Platte ist ein n-Halbleiter oder ein p-Halbleiter aufgeklebt. Elektrische Anschlüsse sind angelötet. Man lässt einen schwachen Strom durch den Kristall fließen, dabei ist die Bewegungsrichtung der Ladungsträger zu beachten! Quer zur Stromrichtung sind Anschlüsse zur Spannungsmessung angebracht. Da diese nicht elektrisch symmetrisch sind, tritt gelegentlich schon ohne Magnetfeld eine Spannung auf. Diese muss mittels eines Potentiometers kompensiert werden. Bringt man anschließend einen Magneten in die Nähe des Kristalls, so stellt man eine Spannung fest, die auf die Ablenkung der Ladungsträger zurückzuführen ist. Vorsicht: Die Kristalle dürfen auf keinen Fall mit den Magneten berührt werden, da sie sehr spröde sind und ebenso wie die Lötanschlüsse leicht brechen können.